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09.02.2011

Presseinformation

Klangfeuerwerk mit Kleist und Körpergefühl

Kleist-Jahr 2011 beginnt am Eröffnungstag der Musikfesttage an der Oder in der Konzerthalle in Frankfurt (Oder)

Frankfurt (Oder). Kleist und Musik? Haydn, getanzt? Ein Animationsfilm mit Orchestermusik? Das Programm der Deutsch-Polnischen Musikfesttage an der Oder 2011 bringt vom 4. bis 13. März in 28 Veranstaltungen vermeintliche Gegensätze zusammen. Vereint werden die vielfältigen Genres in einem Motto, das passender zum Kleist-Jahr nicht sein könnte: „Die Musik ist die Wurzel aller Künste“. Dieses, einem Briefwechsel Heinrich von Kleists an seine Cousine entlehnte, Festival-Motto ist Bindeglied von Oper, Ballett, Konzert und Film sowie Fingerzeig auf einen der Schwerpunkte der Musikfesttage in diesem Jahr.

Denn zum Gedenken an den 200. Todestag von Heinrich von Kleist widmen sich die Musikfesttage mit einem besonderen Programm dem großen Dichter, der 1777 in Frankfurt (Oder) geboren wurde. Bereits das Eröffnungskonzert der Musikfesttage, das gleichzeitig Festkonzert zum Beginn des Kleist-Jahres ist, präsentiert Kompositionen die sich mit Kleists Werken auseinandersetzen. Tobias Künzel (Die Prinzen) und Jovanka v. Wilsdorf (Scheining) bilden den Kontrast zur klassischen Interpretation der Kleist-Kompositionen durch das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt.

Grenzüberschreitend im besten Sinne wird es bei einer kleinen, dreitägigen Sonderreihe innerhalb der Musikfesttage. Beim Internationalen Konzertaustausch spielen Solisten, Ensembles und Orchester aus vier Ländern an verschiedenen Orten auf deutscher wie polnischer Seite der Oder. Ein guter Anlass, nicht nur die möglicherweise unbekannte Geografie des jeweils anderen Landes zu erkunden, sondern auch die grenzenlose Kraft der Musik zu spüren. Einen weiteren Aspekt sieht Markus Derling, Beigeordneter für Bauen, Stadtentwicklung und Kultur der Stadt Frankfurt (Oder): „Eine Aufgabe eines deutsch-polnischen Festivals ist es, Verbindungen zu schaffen, die auf andere Bereiche des gemeinschaftlichen Lebens auswirken.“ Darum sei es ihm wichtig, sich klar zum Fortbestehen der Deutsch-Polnischen Musikfesttage an der Oder zu bekennen, sagte Markus Derling.

Um eine hart umstrittene Grenze geht es bei einem weiteren Höhepunkt der Musikfesttage am 5. März. Der preisgekrönte Animationsfilm (Europäischer Filmpreis 2008, Golden Globe Gewinner 2009) „Waltz with Bashir“ thematisiert in eindrucksvollen Bildern den Konflikt zwischen Israel und dem Libanon im Jahr 1982. Die Dresdner Sinfoniker setzen den musikalischen Rahmen des Film-Livekonzerts.

Körperlich wird es einen Tag später, am 6. März, wenn das Teatr Wielki Poznań Joseph Haydns biblisches Urgewalten-Oratorium „Die Schöpfung“ als Ballett zeigt. Das berühmte Ballett von Uwe Scholz, dem langjährigen Chef der Oper Leipzig, kommt in der Interpretation des neuen Poznańer Chefchoreografen Jacek Przybyłowicz auf die Bühne.

Das letzte Konzert des Festivals lässt ein wahrhaft großes Werk auferstehen. Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ fordert dem Großen Chor der Singakademie, dem Kammerchor Adoramus aus Słubice und dem Sinfonieorchester aus Bydgoszcz ihre ganze vokale und orchestrale Stärke ab. Unterstützt werden sie von Solisten wie Catherine Sangiano (Sopran) und der Mezzosopranistin Friederike Meinel, die bereits im vergangenen Jahr beim Abschlusskonzert sang.

Die 46. Musikfesttage an der Oder bleiben ihrer Ausrichtung treu, klassische Musik, aber auch zeitgenössische Klassiker durch alle Stilrichtungen zu präsentieren. Darum heißt es auch 2011 wieder: „Frische Klassik, grenzenlos!“ und „Bezgranicznie ozywcza klasyka!“.


Zu den Musikfesttagen an der Oder

Die deutsch-polnischen Musikfesttage an der Oder sind das bedeutendste und traditionsreichste Musikfestival im Oderraum. Die internationalen Konzerte verstehen sich als grenzüberschreitend im Hinblick auf ein vereintes Europa, vor allem aber als strahlkräftiges Markenzeichen der vielen künstlerischen und touristischen Glanzlichter in der Oderregion. Mit der vielfältigen Mischung der Musikrichtungen und Kunstformen im Programm und getragen von zahlreichen Partnern aus der Region überschreitet das Festival nicht nur geografische, sondern auch Musik- und Genregrenzen. Seinen Ursprung hatte das Festival vor 46 Jahren als „Frankfurter Festtage der Musik“. Seit 1994 findet es in enger Zusammenarbeit mit polnischen Partnern statt. Seit 2001 organisiert die Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) in Kooperation mit der Filharmonia Tadeusz Baird Zielona Góra das Klassikfestival, das aus Mitteln des Landes Brandenburg und der Stadt Frankfurt (Oder) finanziert wird.

Mehr Informationen finden Sie auf unseren Internetportalen www.musikfesttage.de oder www.dnimuzyki.pl


Tickets

Kleist Forum Frankfurt, Telefon: +49 (0)335 40 10 120, Fax: +49 (0)335 40 10 145
www.muv-ffo.de, E-Mail: ticket@muv-ffo.de.
In Polen: Filharmonia Zielona Góra, Telefon: +48 (0)68-325 65 14, www.filharmoniazg.pl, kierowniktech@filharmoniazg.pl

Weitere Informationen:

Messe und Veranstaltungs GmbH
Sprecherin
Ute Schirmack
Tel 0335/40 10 400

Platz der Einheit 1
15230 Frankfurt (Oder)
u.schirmack@muv-ffo.de
www.muv-ffo.de

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