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15.01.2010

Presseinformation

Mit Mord, Musikfesttagen und Matthias Brenner ins Kulturjahr 2010

Positive Jahresbilanz in Kleist Forum und Konzerthalle trotz Besucherrückgang

Frankfurt (Oder). Der Startschuss für das neue Jahr in Kleist Forum und Konzerthalle ist gefallen. Kulturfreunde können sich auf rund 275 Veranstaltungen in 2010 in beiden Spielstätten der Messe und Veranstaltungs GmbH freuen. Höhepunkte, auch im Hinblick auf das Kleist-Jahr 2011, sind der zweite Teil des Käthchen-Projektes mit der „Feuerprobe“ im Rahmen der Kleist-Festtage sowie drei Inszenierungen von Matthias Brenner, der gerade Regie bei der Eigenproduktion „Straße zum Strand“ im Kleist Forum führt, das am 25. Februar als Kleist-Förderpreisträgerstück 2009 uraufgeführt wird.

Eine gute Gelegenheit, in der Halbzeit der laufenden Saison nun die Bilanz für 2009 zu ziehen. 44.200 Besucher kamen im vergangenen Jahr zu 224 Theateraufführungen, Konzerten, Kabarett und Comedy im Kleist Forum und damit 7.900 weniger als in 2008. Die Auslastung der Veranstaltungen ging von 72 auf 70 Prozent zurück. 21.900 Gäste erfreuten sich an 75 Konzerten in der Konzerthalle Carl Philipp Emanuel Bach und damit ebenfalls gut 1.000 Besucher weniger als in 2008. Die Auslastung wiederum stieg in der Konzerthalle von 63 auf 65 Prozent.

Die Besucherrückgänge waren teilweise zu erwarten und konnten entsprechend in der Planung berücksichtigt werden, erläutert Arnold Bischinger, Künstlerischer Leiter Kleist Forum, die Entwicklung. So ging für die Tourproduktion „Caveman“ in 2008 das letzte Mal der Vorhang auf und 3.500 der insgesamt 7.900 Besucher weniger waren in 2009 zu erwarten gewesen. Die „Cavewoman“ dagegen gastiert nun Anfang Februar für mehrere Tage im Kleist Forum und soll mit der Figur der „Heike“ an den großen Erfolg von „Caveman Tom“ in vielen Jahren anschließen. Arnold Bischinger: „Glücklicherweise liegen wir bei den Einnahmen trotz der Besucherrückgänge nur fünf Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Das stimmt uns natürlich sehr froh und zeigt, dass wir trotz Wirtschaftskrise und demographischer Entwicklung mit unseren Programmangeboten richtig liegen.“ Auch andere Theater im Land hätten mit Besucherrückgängen von bis zu 15 Prozent zu kämpfen. Außerdem sank die Einwohnerzahl von Frankfurt (Oder) allein in einem Jahr um 1,2 Prozent, von 60.587 auf 59.890 im Jahr 2009.

Diesem Trend gegenüber stehen die guten Erfolge bei den Dauerbesuchern, den Abonnenten und den Schüler-Frühbuchern. Insgesamt stabilisierte sich die Abonnentenzahl mit 951 Buchungen. Mit 88 Buchungen blieb der zweite Durchgang des Schnupper-Abos sehr erfolgreich und 20 Prozent der Schnupper-Abonnenten der Saison 08/09 wechselten von diesem Kurzabo für Einsteiger in eines der umfangreicheren Formate. Neben dem Mix-Abo erfreuen sich ungebrochen die Nachmittagsabos wie die Melange mit 101 Abonnenten und insbesondere das sonntägliche Abo-auf-Tour mit organisierter Busanreise aus dem Umland und Kaffeetrinken großer Beliebtheit: Dort stieg die Zahl der Abonnenten von 164 auf 202. Bei den jüngsten Theaterbesuchern, den Schülern und Kindergartenkindern stießen die Angebote ebenfalls wieder auf beinah gleich großes Interesse: 8.212 Karten wurden über Schul- und Kita-Angebote im Jahr 2009 gebucht, im Gegensatz zu 8.456 im Jahr 2008.

Das Rezept für die Zukunft und auch für die laufende Saison: Noch passgenauere Angebote für unterschiedliche Interessen der Kulturfreunde. Im Musiktheater für Liebhaber präsentiert das Kleist Forum neben dem „Barbier von Sevilla“ und der „Carmen“ zum Jahresbeginn auch „Die verkaufte Braut“, „Cosima“ und das Musical „Anything Goes“ vom Staatstheater Cottbus. Aus dem Stand eingeschlagen zum Ende letzten Jahres mit mehreren ausverkauften Vorstellungen ist das neue Format „Dinner und Theater“, das launige Stücke der Uckermärkischen Bühnen Schwedt mit mehrgängigen Menüs aus dem Restaurant Schroffenstein’s kombiniert. So wird beim „Mord auf offener Bühne“ im Februar im Kleist Forum weiterermittelt.

Schauspiele für Kenner erwarten die Sprechtheaterfreunde in diesem Jahr: „Fräulein Julie“, „Woyzeck“, „Das weite Land“, „Die Kameliendame“ und, in der Regie von Matthias Brenner, die „Trilogie der Sommerfrische“. Nach Weihnachten ist bekanntlich vor Weihnachten und so kann sich schon auf das Advents- und Weihnachtsprogramm 2010 gefreut werden: Die dritte Regiearbeit von Matthias Brenner, das „Aschenputtel“, sowie für Ballettfreunde „Der Nussknacker“ von der Russischen Staatlichen Ballettakademie Perm an den Weihnachtstagen sind schon fest im Spielplan verankert.

In der Konzerthalle stehen insbesondere die Musikfesttage an der Oder Anfang März mit ihren Höhepunkten im Fokus. Bereits das Auftaktkonzert bringt Musikliebhabern die Klavier-Titanen Carl Philipp Emanuel Bach und Fédéric Chopin nahe. Mit Giovanni Baptista Pergolesis „Stabat Mater“ und Mozarts „Requiem“ in einer Interpretation von den Silesian Singers & Players wird Ende März der Endspurt auf die Ostertage eingeleitet. Die Konzerthalle tritt als ideale Klangkulisse für Chorwerke in Erscheinung – so beim Abschlusskonzert der Musikfesttage mit Igor Strawinskys selten aufgeführter „Psalmensinfonie“, aber auch mit klerikalen Gesängen von „Gregorianka“ im April.

„Selbstverständlich stehen auch die Festivals in diesem Jahr wieder unverändert auf dem Plan“, kündigt Arnold Bischinger an. Allen kommunalpolitischen Diskussionen zum Trotz sei die Finanzierung der Festivals in diesem Jahr stets ungefährdet gewesen. So begeben sich die Musikfesttage an der Oder vom 5. bis 14. März auf Reisen in „Traumwelten“ und eröffnen das Festivaljahr. Unithea setzt sich vom 15. bis 17. Juni mit „Soll und Haben“ auseinander und beim Inseltheater auf dem Ziegenwerder vom 23. Juli bis 8. August ist die OperOderSpree mit „Casanova“ von Lortzing im Heckentheater zu Gast. In jeder Form „Mit dem Feuer spielen.“ heißt es vom 5. bis 10. Oktober, wenn sich nicht nur beim Käthchen-Projekt bei den Kleist-Festtagen 2010 alles um das innere Feuer Heinrich von Kleists dreht. Die 7. transVOCALE vom 18. bis 20. November beendet die Festivalsaison 2010.

Damit das Jahr 2010 überraschend bleibt, wird während der Saison weiter am Programm gefeilt und auf der Internetseite www.muv-ffo.de oder auf den Festivalseiten aktualisiert. Wer lieber auf Papier nachschaut, was in Kleist Forum und Konzerthalle läuft, informiert sich in den Monatsspielplänen, die überall in Frankfurt (Oder) und im Umland ausliegen.

Weitere Informationen:

Messe und Veranstaltungs GmbH
Sprecherin
Ute Schirmack
Tel 0335/40 10 400

Platz der Einheit 1
15230 Frankfurt (Oder)
u.schirmack@muv-ffo.de
www.muv-ffo.de

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