Franziska vom Heede erhält „Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker“ 2017 für ihr Stück TOD FÜR EINS ACHTZIG GELD

Für den 22. „Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker 2016“ haben sich 108 Autorinnen und Autoren beworben; das Durchschnittsalter der Bewerberinnen und Bewerber betrug 30,5 Jahre.

In der Jury-Begründung heißt es: Phantasievoll und überraschend setzt sich Franziska vom Heede in ihrem Stück mit Verwertungsprinzipien und Überlebensstrategien auseinander. Ihr gelingt es, mit splitterhaften Szenen, die kaleidoskopartig ineinander greifen, eine ganz eigenartige Welt zu schaffen – skurril und ernsthaft zugleich. In den teilweise absurden, großen Sprachbildern spielt ein Supermarkt die zentrale Rolle als Ort des Geschehens und als Parabel einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft. An ihm arbeiten sich die handelnden Personen ab, stets auf der Suche nach Geborgenheit, echten Gefühlen und Wahrhaftigkeit. Die Grenzen von virtuellen Welten, medialer Wirklichkeit und echtem Leben verschmilzt die Autorin virtuos zu einem großen Ganzen. Ihre 4 Protagonisten im Alter zwischen 24 und 30 stehen für eine Generation, die als Glückritter in einer übermedialisierten Gesellschaft das wahre Ich finden wollen.

Franziska vom Heede wurde 1991 in Hamburg geboren. Sie wuchs in der Nordheide auf und begann mit 14 Jahren in der Schreibklasse des Deutschen Schauspielhauses Hamburg fürs Theater zu schreiben. 2010 war sie die deutsche Delegierte beim „International Young Playwrights Festival of Interplay Europe“ in Izmir. Sie studierte Theaterwissenschaft in Berlin und seit 2014 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Ihr Stück HEIZDECKENLAND DU wurde im Februar 2016 in einer Werkstattinszenierung beim „Wildwuchs Festival“ des Hans Otto Theaters Potsdam gezeigt.

Seit 1996 vergeben die Stadt Frankfurt (Oder), das Kleist Forum, die Ruhrfestspiele Recklinghausen und die Dramaturgische Gesellschaft jährlich den „Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker“.

Foto: Wolfgang Goebel


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